05.10.2011 - Minden wehrt sich: "Runder Tisch" für Veranstalter, Politik & Verwaltung

Statement des Orga-Teams von Minden wehrt sich e.V.
Wir nehmen die jüngsten Diskussion über kommerzielle Werbung zum Anlass, hier einmal einige grundsätzliche Dinge anzusprechen. Die Seite „Open Air in Mindens City – Ja bitte!“ wurde seinerzeit ins Leben gerufen, um sich dort nach einem Artikel im Mindener Tageblatt über eine bevorstehende Entscheidung im Eilverfahren des Verwaltungsgerichts Minden gegen den grundsätzlichen Verbot von Veranstaltungen in unserer Innenstadt aufzulehnen. Innerhalb kürzester Zeit wuchs die Gruppe – wie keine zuvor und danach in Minden – auf über 5.500 Mitglieder an. Es wurden zahlreiche Aktionen auf die Beine gestellt, wurde mit Politikern, Veranstaltern, Gastronomen und dem Mindener Bürger als Besucher der Feste gesprochen und Druck ausgeübt. Von Kritikern war uns vorgeworfen worden, dass wir nicht genug Einfluss auf die Entscheidung gehabt hätten. Das sehen wir und die meisten Mindenerinnen und Mindener allerdings anders. Da wir kein Direktbeteiligter des Rechtsstreits waren, blieb uns nur die Möglichkeit mit Aktionen und PR nachhaltig auf das hinzuweisen, was uns Mindenern am Herzen liegt. Das hat auch – so die Aussage der streitenden Parteien – dazu beigetragen, dass die für uns dennoch nicht nach Wunsch verlaufene Mediation zumindest mit dem jetzigen Ergebnis abschloss.
 
Für „Minden wehrt sich“ war und ist das Thema damit aber noch nicht abgeschlossen. Jedem muss zwar klar sein, dass die Einigung vor dem Verwaltungsgericht für Stadt und Dr. Klinter bindend ist. Das heißt aber nicht, dass man nicht um Verbesserungen in jeglicher Hinsicht bemüht sein sollte. Wir werden genau beobachten, wie z.B. das Verfahren der Cranger Kirmes, der größten Freiluft-Veranstaltung dieser Art in NRW, vor dem Verwaltungsgericht weitergeht. Gut möglich, dass man bei einem entsprechenden Urteil auch Schlüsse für Minden ziehen und es auch hier vielleicht zu einem neuen Rechtsstreit kommen lassen sollte.
 
Zunächst aber haben wir zu einem (nicht öffentlichen) „runden Tisch“ eingeladen, an dem wir in Kürze  in großer Runde das in diesem Jahr Gewesene ansprechen und das Pro und Contra abwägen werden. Zudem geht es um Themen wie „Sicherheitsauflagen“ und „Lärmschutz“. Es soll aber auch die aus unserer Sicht übertriebene Nutzung des Marktplatzes durch auf andere Flächen auslagerbare Aktivitäten (z.B. zu viele Auto-Präsentationen) und die damit verbundene Einschränkung der am Markt ansässigen Gastronomie gehen. Auch der nächtliche Abbau von Zelten und anderen Dingen bei Veranstaltungen und die damit verbundene unnötige Lärmbelästigung soll ebenso angesprochen werden, wie ein Gesamt-Veranstaltungskonzept für Minden unter Berücksichtigung der Nutzung zusätzlicher Flächen (Schlagde, Johannis-Kirchhof, Simeonsplatz etc.). Eingeladen für die Veranstalter wurden die Verantwortlichen der Gourmet-Meile, Kultur-Sommerbühne, des Freischießens, Stadtfestes und der Jazz-Summernight, des Weinfestes, Sommernacht-Gartenfestes, der Nacht im Fort C, des Weser-Drachencups und der Weserlieder. Außerdem je Ratsfraktion zwei Vertreter, zwei Schausteller und die Verwaltung. Die Moderation des „runden Tisches“, der als lockerer Meinungsaustausch gedacht ist und gute Anregungen für die Zukunft bringen soll, liegt in den Händen von „Minden wehrt sich“.
 
Ihr seht also, dass wir keinen Dornröschenschlaf eingelegt haben, sondern weiter aktiv dabei sind. Daneben ist es uns in unserem Bestreben, die Innenstadt weiter zu beleben und sie wieder sehr viel interessanter zu machen, auch ein Bedürfnis, uns um weitere, diesen Ansatz unterstützende Maßnahmen zu kümmern. Dazu zählt der Einsatz für den Standort eines Großraum-Kinos im Innenstadtbereich und die Erfüllung des Wunsches der jungen Leute nach einer Diskothek in der City.
 
 Wir wollen aber auch die leidigen Leerstände in der Innenstadt mit einer Aktion (wahrscheinlich im Frühjahr) thematisieren.
 
Warum schreiben wir das alles? Um einerseits darauf hinzuweisen, dass wir sehr wohl sehr aktiv sind und auch bleiben wollen. Anderseits aber auch, um Verständnis dafür zu wecken, dass sich diese Seite, um wirklich wichtige Dinge in unserer Heimatstadt widmen will und nicht zu einer Seite für Veranstaltungs-Hinweise wird. Eine Umbenennung der Seite in „Minden wehrt sich“, wie sie dem Sinn und Zweck entsprechen würde, gestaltet sich durch Facebook zumindest derzeit allerdings sehr schwierig. Wir bleiben hier aber am Ball, denn es geht inzwischen ja nicht mehr nur um die Open Air-Veranstaltungen in Mindens City, sondern um mehr. Damit die Diskussionen hierfür nicht durch Veranstaltungs-Hinweise verwässert werden und in den Hintergrund rücken, haben wir uns dazu entschlossen, eine zusätzliche Facebook-Seite ins Leben zu rufen. Mit der Fan-Page „Veranstaltungen in Minden“ kommen wir dem Bedürfnis diverser Veranstalter nach, die dort in ausreichender Form für ihre Events werben können. Ja, wir räumen den heimischen Veranstaltern sogar die Möglichkeit ein, sich als Administratoren registrieren zu lassen, um dann selbstständig Veranstaltungswerbung einstellen zu können. Veranstaltern wie dem Bunker, der Musikbox, dem BÜZ, Dirk Sork und vielen anderen. Dazu wenden die sich bitte an Admin Gerrit Holland.
 
Das Orga-Team arbeitet weiter daran, für Minden wehrt sich einen Beitrag zu leisten, um in unserer schönen Weserstadt Verbesserungen zu erreichen. Und dabei sind wir für Anregungen und Diskussionen, aber auch für helfende Hände, immer offen.
 
   Mit freundlicher Unterstützung von: